Tom Gerhardt und Franz Krause

Schatten

Biographie

Zuletzt aktualisiert am: 6. Januar 2018

Die Autoren: Tom Gerhardt und Franz Krause

Sieben Fragen an das Autoren-Duo

Wie lange arbeiten Sie als Autoren schon zusammen?
Seit der Studentenzeit, wo wir noch Kinderhörspiele verbrochen haben. Und bei den ersten Gehversuchen auf der Bühne hat Franz, die Muse, schon durchgeknallte Ideen eingebracht. Er war dann bei fast allen Büchern für die Comedyshows von Tom als Autor dabei, bei den Kinofilmen und bei zahlreichen Büchern für die TV-Sitcom Hausmeister Krause. Letzterer hat er sogar seinen Namen zur Verfügung gestellt.

Wie muss man sich so eine Teamarbeit vorstellen? Schreibt der eine die Dialoge und der andere denkt sich die Geschichte aus?
Nein… das geht hin und her… wir schmeißen uns die Bälle zu. Und wenn wir nicht weiterkommen, geht es zur Erholung an den Kickertisch. Das macht den Kopf frei.

Gibt es da auch schon einmal Streit über die richtige Pointe oder einen schlechten Dialog?
Selten. Wenn der eine über den Gag des anderen nicht lachen kann, fliegt der Gag meistens raus. Und weiter geht‘s.

Wie unterscheidet sich die Arbeitsweise, wenn man statt für das Fernsehen für die Bühne schreibt?
Die Bühne ist die Mutter aller Dinge. Hier fing alles an und hier wird es auch irgendwann enden. Direkt vor den Leuten zu spielen ist das Beste, was uns passieren kann. Hier kriegt man den Lohn sofort durch die Freude des Publikums. Ein erfolgreicher Abend auf der Bühne pumpt Dich auf mit Energie und hält den Spaß am Spielen aufrecht. Im Fernsehen und Kino kannst Du dafür Sachen zeigen, die Du auf der Bühne nicht herstellen kannst. Und Du kannst Dir später eine DVD ins Regal stellen und deine Kinder können sich das ansehen. Das ist natürlich auch ein Pfund.

Die Figur des „Mathias Bommes“ taucht ja schon in „Dinner für Spinner“ auf. Was macht sie so ideal für das neue Stück?
Er ist die Umkehrung von Mephisto: Unser Bommes ist die Kraft, die stets das Gute will und stets den Schrecken schafft. Ein armer Tropf, liebenswert und weltumarmend – aber auch eine entsetzliche Nervensäge, die als Tollpatsch-Terminator alles ins Chaos stürzt, was ihr in den Weg kommt.

Und wieviel „Mathias Bommes“ steckt in Ihnen, Herr Gerhardt, der Sie die Rolle ja auch verkörpern?
Oh mein Gott! Wer will schon Bommes sein? Aber ich wünschte mir, ich könnte wie er die schlimmsten Niederlagen positiv auslegen.

Wie sieht die Zukunft aus: Dürfen wir weitere Stücke aus Ihrer gemeinsamen Feder erwarten?
Natürlich. Es ist längst zu spät, um sich noch zu trennen.

Tom Gerhardt und Franz Krause im Contra-Kreis-Theater


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